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Mexiko Grauwal Reise





Kinderstube der Grauwale

Fast alle Grauwale unseres Planeten erblickten das Licht der Welt in den mexikanischen Gewässern von Baja California. Nicht umsonst wird der Grauwal auch mexikanischer (Grau-) Wal genannt. Als Geburtsorte gelten die Lagune Ojo de Liebre bei Guerrero Negro, die Lagune San Ignacio und die Magdalena-Bucht. Man geht allgemein davon aus, dass die Grauwale instinktiv immer wieder diese Lagunen aufsuchen, weil sie ihnen einerseits Schutz vor dem oft rauen Pazifik bieten und andererseits der erhöhte Salzgehalt in den Lagunen für die jungen Wale bei den ersten Schwimmversuchen eine nicht zu unterschätzende Starthilfe darstellt. In der Tat verweilen die Mütter mit ihren Kälbern für zwei bis drei Monate in den Lagunen der Halbinsel. In dieser Zeit erlernen die jungen Wale nicht nur das Schwimmen, sondern auch das richtige Atmen. Da die jungen Wale im Vergleich zu erwachsenen Walen viel öfters auftauchen, lassen sie sich in den ersten Monaten ihres Lebens sehr einfach beobachten. Wie bei den meisten Lebewesen, kann man auch bei den Grauwalen beobachten, daß Jungtiere besonders verspielt sind. So sind es meist auch diese, welche sich neugierig den Booten nähern. Die Mutter beobachtet dabei das Treiben kontrollierend aus kurzer Distanz und nähert sich bisweilen selbst dem Boot . Sehr nahe Kontakte mit Grauwalen sind deshalb in Baja California alles andere als eine Seltenheit! Bei der ersten Annäherung mag einem noch mulmig zumute sein, doch bald merkt man, dass es sich beim Grauwal um ein äußerst gutmütiges Tier handelt.

Baja California

Ein großer Teil der Halbinsel befindet sich auf den gleichen Breitengraden wie die Sahara. Dementsprechend ähnlich ist das Klima. Regenfälle sind rar und es gibt Gebiete in Baja California, wo es schon seit mehreren Jahren nicht mehr geregnet hat. Der Himmel ist vor allem im südlichen Teil der Halbinsel an fast 365 Tagen blau und nur von vereinzelten Wolken durchzogen. Kein Wunder also, dass nur Pflanzen und Tiere zu finden sind, die sich diesen harten Bedingungen anpassen konnten. Zahlreiche Vögel wie der Braune Pelikan oder der Fregattvogel - um nur zwei der bekanntesten zu nennen - brüten in Baja California. Besonders eindrucksvoll ist jedoch der Fischadler , den man in sehr großer Zahl sowohl in Guerrero Negro wie auch in der Magdalena-Bucht zu sehen bekommt. Auf fast jedem zweiten Telefonmast thront ein Adlerhorst mit zwei bis drei neugierig herausguckenden Jungvögeln. Die erwachsenen Fischadler erreichen eine beeindruckende Flügelspannweite bis zu 160 cm. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wird sich bei den Wal-Touren auch der eine oder andere Delphin blicken lassen und auf großen Bojen liegen oftmals Seelöwen, die gemütlich die Sonne genießen.

Der Kupfer-Canyon

Viele wissen gar nicht, daß die tiefste Schlucht der Erde nicht der Grand Canyon, sondern der Barranca del Cobre oder "Kupfer-Canyon" in der Sierra Madre ist: mit Abgründen von über 2.000 m ist er fast doppelt so tief. Sie reisen in der Verlängerung auf einer der berühmtesten Eisenbahnstrecken der Welt. Die Linie Chihuahua al Pacífico überwindet auf der 650 km langen Strecke 2.500 m Höhenunterschied und passiert 86 Tunnel und 39 Brücken. Der Blick in die Schluchten ist überwältigend und ist der Höhepunkt einer jeden Reise nach Nordmexiko.

 

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